Tattoo, Museum für Kunst & Gewerbe, 13.02.-06.09.2015

"Tattoos" - die in die Haut gestochenen, oftmals farbigen Bilder sind Thema einer aktuellen Ausstellung im Museum für Kunst & Gewerbe in Hamburg. Bei dieser kleinen aber feinen Schau wird deutlich: Tätowierungen sind nicht nur reines Modeaccessoire, sondern können auch traditioneller Ausdruck einer Kultur sein oder sogar als Stigmatisierung eingesetzt werden. 

Die Entwicklung der Tätowierwerkzeuge und -farben wird hier ebenso visualisiert wie auch die Strömungen in der zeitgenössischen Tätowierkunst. Man kann die Tattoos

unter künstlerischen Aspekten betrachten. Bedeutsam ist aber auch, was der Träger der Umwelt vermitteln will.

Zur Diskussion dürfte bei dieser Ausstellung mit Sicherheit "Donata" - das tätowierte ausgestopfte Schwein des belgischen Künstlers Wim Delvoye - anregen. Der Konzeptkünstler hat Hausschweine in narkotisiertem Zustand tätowieren lassen. Später wurden sie lebendig oder ausgestopft ausgestellt. Hier wäre die Frage: Wie haben die anderen Schweine auf der Farm der Künstlers auf die bunten Bilder auf dem Rücken von Donata reagiert?